Waldbestattung im RuheForst Hümmel

Hier erfahren Sie Aktuelles aus dem RuheForst

Nachtrag zum Artikel: "Buchenkeimling auf altem Ast":

Bei diesem ein paar Wochen jungen Buchennachwuchs erkennt man die unterschiedliche Form der Keimblätter (sogenannte "Kotyledonen", dunkelgrün) zu den Folgeblättern (hellgrün).

Die ersten Blätter einer keimenden Pflanze bezeichnet man als „Kotyledonen“. Sobald sie aus dem Erdboden nach oben wachsen und ergrünen, tragen sie zur Nährstoffproduktion bei. Hier sieht man eine heranwachsende Rotbuche, deren erste Keimblätter von den nachfolgenden Blättern in Form und Gestallt abweichen. Diese Rotbuche wächst im RuheForst Hümmel und gedeiht auf einem alten, moosüberzogenen Ast, der seit Jahren unberührt auf dem Waldboden liegt.

Keine einheimische Amphibienart ist so sehr an einen intakten Laubwald gebunden wie der Feuersalamander.

Im RuheForst Hümmel finden die Feuersalamander die besten Voraussetzungen:
Feuchte Gebiete entlang des Wellbachs, Tagverstecke zwischen dicken, alten Wurzeln und Baumhöhlen beziehungsweise in Baumstümpfen.
Als nachtaktive Amphibienart können sie sich ungestört im RuheForst bewegen und so ein Alter von weit über 20 Jahren erreichen.

Der Zunderschwamm ist ein Baumpilz, der vor allem an alten, dicken Buchen seine Fruchtkörper am Stamm ausbildet. Bereits vor 10.000 Jahren belegen Funde aus der Steinzeit, dass dieser Pilz zum Entfachen von Feuer (= Zunder) verwendet wurde. Mit der Fähigkeit von Baumpilzen, zudem Wasser zu speichern (= Schwamm), leitet sich sein Name ab.
Baumpilze sind ein wichtiger Indikator für naturbelassene Wälder, wie sie im RuheForst Hümmel  vorzufinden sind; denn die Pilze zersetzen das Holz der Bäume und leiten damit die enthaltenen Nährstoffe in den Ökosystemkreislauf ein. So entsteht neuer Mutterboden.

Der Wellbach, welcher durch den RuheForst Hümmel mäandert, um schließlich in die Ahr zu münden, litt wie die Natur auch unter der monatelang anhaltenden Dürre im Sommer 2018 und sehnte sich nach dem dringend benötigten Niederschlag. Nahezu ausgetrocknet lässt sich aber der natürliche Weg des Baches noch deutlich durch den Wald erkennen.

Seit einiger Zeit steht auf unserem Parkplatz ein Unterstand, der Schutz vor Regen und auch starker Sonne bietet.
Er lädt mit seiner Sitzbank zum Verweilen ein und informiert die Besucher mit einer neuen Infotafel über den RuheForst Hümmel.

Am 9. und 10. März 2019 fand in Euskirchen die Informationsmesse "50 Plus - Freude am Leben" statt. Das Team vom RuheForst Hümmel informierte die Besucher an unserem Messestand und stellte am Sonntag in einem Vortrag die Waldbestattung im RuheForst vor. 

Wir bedanken uns für das große Interesse und Vertrauen und freuen uns, auch im nächsten Jahr März 2020 Sie an unserem Stand begrüßen zu dürfen.

Unser Schreiner hat neue Wegeschilder für den RuheForst Hümmel erstellt, damit sich die Besucher besser auf unseren Wegen zurecht finden können.
Im RuheForst selbst enden die drei Hauptwege ganz bewusst in Sackgassen, um den Anreiz für sportliche Aktivitäten bei einem Rundparcours zu nehmen. So haben Besucher und Angehörige die gewohnte, würdevolle Ruhe im Wald.

Die Stechpalme (Ilex aquifolium) kommt an einer ganz speziellen Stelle im RuheForst Hümmel vor. Als immergrüne Pflanzenart bietet sie auch im Winter Schutz für kleinere Vögel und dient als Überwinterungsstätte für den Zitronenfalter. Die Samen dienen als Nahrung, z. B. für Amseln, Drosseln und Rotkehlchen.
Die Stechpalme kann über 300 Jahre alt werden und steht in Deutschland unter besonderem Schutz; in manchen Gebieten ist sie sogar stark gefährdet.
Aber Vorsicht: Sowohl die Blätter als auch die roten Beeren gelten als giftig – wenn auch nur gering.

Inmitten des Naturschutzgebietes „Hohes Venn“ in der Nordeifel ist der RuheForst Hümmel als ein Naturwald-Reservat eingebettet. Der RuheForst ist unter Totalschutz gestellt – das bedeutet für uns , dass keine Bäume gefällt werden und kein Holz aus dem Wald kommt.
Dadurch findet man in diesem einzigartigen Wald uralte Bäume, die mit Pilzkonsolen besetzt sind und so unzähligen Tier- und Insektenarten einen neuen Lebensraum bieten.
Über 1.400 Insekten- und 600 Pilzarten sind auf diese Biotope angewiesen und rund ein Viertel aller Käfer in Deutschland benötigen solche Habitate. Eulen, Käuze, Spechte, Hohltauben, Eichhörnchen und viele mehr finden so in den stehenden Bäumen ihren Platz. Amphibien und Reptilien wie Kröten, Eidechsen oder Blindschleichen suchen sich dabei Baumhöhlen in Erdnähe auf.

Im Herbst 2018 besuchten uns Romy Linden und Anne Schiefer im RuheForst Hümmel. Die beiden Damen betreiben eine Plattform namens "Eifel Nomads" für gelebte Verbundenheit zwischen Mensch und Natur. In ihrem Blog berichten sie über ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit den Menschen, die sich aktiv für den Naturschutz einsetzen.

Unter dem Link HIER KLICKEN kann der komplette Artikel abgerufen werden.

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